Pracze Campus

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Pracze Campus

Campus Pracze – Sitz des Forschungszentrums EIT+ in Wrocław bedeutet:

  • 23 000 m² Nutzfläche, darunter 11 000 m² Laborraum,
  • 27 ha Campusfläche,
  • 100 ha Fläche um den Campus herum, die von der Stadt Wrocław für innovative Aktivitäten vorgesehen wurde,
  • 13 km von der Innenstadt entfernt,
  • hervorragende Verkehrsanbindung dank der Autobahn, dem Flughafen und dem Bahnhof.

GESCHICHTE DES CAMPUS PRACZE

1295–1305   der Ort wird in der latinisierten Form Praczh aufgeführt – erste Erwähnung der Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Campus Pracze in: Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis, aufgezeichnet in der Zeit des Bischofs Henryk aus Wierzbno

1318 eine längere Erwähnung des Dorfes mit dem Namen Protsch im Kreis Wrocław, das durch die Brüder Arnold und Albert von Pak gekauft wurde

1321   Weitere Erwähnung eines Dorfes mit dem Namen Pratsch

1425   Weitere Erwähnung eines Dorfes mit dem Namen Prache

Mitte des 16 Jh.  Das Dorf geht in das Eigentum des Aller Heiligen Krankenhauses über

Ende des 17 Jh.   Erwähnung des Dorfes Prace mit folgendem Bestand: Gutshof, zwei Schulgebäude, Wirtshaus, die Einwohnerzahl beträgt 179 Menschen

1899-1913    Bau der städtischen Fürsorgeanstalt (heute alle Gebäude der Fürsorgeanstalt gehören dem Campus Pracze an)

Architektonischer Entwurf: Karl Klimm und Richard Plüddemann

Bauplan: Friedrich Friese

  • Ausbau der Städtischen Fürsorgeanstalt
  • Es entstehen folgende Gebäude:
  • Krankenhaus für an Epilepsie erkrankte Frauen (Entwurf Max Berg und Georg Müller)
  • Krankenhaus für Männer (Entwurf Zamak&Walter)

Das Krankenhaus war hauptsächlich für Epilepsiekranke bestimmt. Nach dem 1. Weltkrieg, als in dem überbevölkerten Breslau eine Tuberkuloseepidemie auszubrechen drohte, wurden in diesem Krankenhaus die Tuberkulosekranken untergebracht.

In den 1920er Jahren wurde das Männerkrankenhaus in eine Chirurgiestation mit einem Röntgenraum und das Frauenkrankenhaus in ein Altenheim umgewandelt.

1940er Jahre. Die Anlage in Pracze wurde zu einem Militärkrankenhaus umgewandelt, und nach der Eroberung der Festung Breslau wurde sie von der Roten Armee übernommen und als Kaserne genutzt.

Anfang der 1960er Jahre  In die Gebäude der Anlage des Campus Pracze zogen diverse Bildungseinrichtungen ein: z.B. Verband der Landwirtschafts- und Gartenschulen, Technische Fachschule für Melioration, die Land-der-Piasten Technische Fachschule für Umweltschutz oder die Allgemeinbildende Oberschule Nr. 19 ein

1963  Pockenepidemie in Wrocław. In den Gebäuden des Campus Pracze wird eine Isolierstation für die Kranken eingerichtet.

2008  Übergabe eines Teils der Gebäude des Campus Pracze durch die Gemeinde Wrocław an das Forschungszentrum EIT+ in Wrocław.

2009  Beginn der Durchführung des Infrastrukturprojektes „Niederschlesisches Zentrum für Materialien und Biomaterialien”, im Rahmen dessen auf dem Campus Pracze ein neues wissenschaftliches Forschungszentrum, das sich in drei revitalisierten Gebäuden des Campus Pracze befinden sollte. Es sollte auch mit dem Bau eines neuen Gebäudes, in dem interdisziplinäre Forschungs- und Technologielabore eingerichtet werden sollen, begonnen werden.

2015  Abschluss des Projektes „Niederschlesiches Zentrum für Materialien und Biomaterialien”

Ausgewählte Bibliografie:

  1. Zygmunt Antkowiak: Wrocław od A do Z. Wrocław-Warszawa-Kraków: Ossolineum, 1991, s. 271 [Breslau von A bis Z. Breslau-Warscau-Krkaku]
  2. Codex Diplomaticus Silesiae T.14 w: Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis; w: http://www.dokumentyslaska.pl/cds%2014/liber.html
  3. Gemeindeprogramm für Denkmalpflege für die Jahre 2010 – 2013 in: Anhang zum Beschluss Nr. L/1468/10 des Stadtrates von Wrocław vom 20. Mai 2010
  4. Register der immobilen Denkmäler in Niederschlesischen Woiwodschaft Reg. Nr.: A/2345/460/Wm vom 12.08.1991; Nationales Institut des Erbes [Stand per 31.12.2012] in: http://www.nid.pl/idm,580,immobile zabytki-nieruchome.html
  5. Jan Harasimowicz (red.): Atlas architektury Wrocławia [Atlas der Architektur von Wrocław]. T. 1 und T. 2. Wrocław: 1998
  6. Encyklopedia Wrocławia [Enzyklopädie von Wrocław], Wrocław 2006
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