CAMPUS PRACZE FÜR WIRTSCHAFT UND WISSENSCHAFT

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CAMPUS PRACZE FÜR WIRTSCHAFT UND WISSENSCHAFT

23 Tausend Quadratmeter, etwa 40 Laboratorien für Bio- und Nanotechnologie, 59 Forschungsprojekte, 96 wissenschaftliche Mitarbeiter, 48 Patentanmeldungen, 8 gewährte Patente und über 200 kooperierende Firmen – so könnte man in Kürze die Aktivitäten des Forschungszentrum EIT+ in Wrocław auf dem Campus Pracze darstellen, die als ein gemeinsames Unternehmen der Stadt Wrocław und der größten Hochschulen in Wrocław entstanden ist. Es sind: die Universität Wrocław, die Polytechnische Hochschule Wrocław, die Naturwissenschaftliche Universität, die Medizinischen Universität sowie die Ökonomische Universität entstanden ist. Am Mittwoch, dem 14. Oktober dieses Jahres wird während des Treffens „Der Campus Pracze für die Wirtschaft und Wissenschaft“ das ganze Potential dieses Ortes und seine vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten in der Schnittmenge der Wirtschaft und Wissenschaft vorgestellt.

Nach dem einige Jahren andauernden Investitionsprozess und nach den langwierigen Forschungsarbeiten im Bereich der Bio- und Nanotechnologie wird der Campus Pracze, auf dem das Forschungszentrum Wrocław EIT+ seinen Sitz hat, zu einem der Schlüsselorte auf der polnischen Innovationslandkarte.

Im Moment geht für das Forschungszentrum Wrocław EIT+ der Investitionsabschnitt zu Ende und beginnt die Zeit der selbständigen Tätigkeit. Die Zäsur erfolgt symbolisch am 14. Oktober 2015 während eines Treffens, an dem die bisher in EIT+ durchgeführten Projekte zusammen gefasst werden, darunter die größte Infrastrukturinvestition für Wirtschaft und Wissenschaft, die auf dem Gebiet des Campus Pracze in Wrocław verwirklicht wurde – erinnert Prof. Jerzy Langer, der Vorstandvorsitzende des Forschungszentrums EIT+ in Wrocław. Von Anfang an sollte der Campus zu einem Ort werden, an dem fortgeschrittene Forschung an neuen Technologien mit der Industrie, die sie umsetzt, verbunden wird. Das akademische Milieu in Wrocław und die Verwaltung der Gemeinde Wrocław haben solidarisch diese große Investition geplant und wollten dadurch einen einzigartigen Ort erschaffen, der wie ein Magnet für die talentierten jungen Forscher wäre, die ohne einen modernen Arbeitsplatz und ohne Karriereaussichten oft Polen verlassen haben. Es sollte zu einem Ort werden, an dem die Forschungsmöglichkeiten der Universitäten in einigen Themenbereichen, die als sogenannte intelligente regionale Spezialisierung identifiziert wurden, ergänzt werden. Es sollte zu einem Ort werden, an dem die Träume und Ambitionen der jungen unternehmerischen Talente in der Zusammenarbeit mit ihren Lehrern und Fachkollegen an den Hochschulen, den Forschungsinstituten der Polnischen Akademie der Wissenschaften und in den Laboratorien der Industrie in Erfüllung gehen. Es ist ein Plan für viele Jahre. Sein erster Abschnitt geht gerade erfolgreich zu Ende.

Auf dem Campus Pracze in Wrocław entstand innerhalb von 4 Jahren 20 Tausend Quadratmeter Laborfläche, die mit modernsten Mess- und Technologiegeräten ausgestattet ist. Hier befinden sich Laboratorien aus den Bereichen Elektronenmikroskopie, der Kernspinresonanzspektroskopie, der Gaschromatographie, der konfokalen Mikroskopie, der Erforschung der Struktur der festen Körper und der Gaserkennung mit Hilfe von Lasern. Im September dieses Jahres entstand auf dem Campus einer der in Polen modernsten Räume des Typs Cleanroom dediziert für Mikro- und Optoelektronik. Dort werden Untersuchungen unter Einbeziehung des modernsten Technologieclusters zur Erzeugung von Nanostrukturen mit Hilfe der Methode der Epitaxie MBE (ein Verfahren für die Herstellung von kristallinen dünnen Schichten), MOCVD (metallorganische chemische Gasphasenabscheidung) und Formierung von funktionellen Strukturen mit Hilfe von Ionen- und Elektronenlithographie, sowie der am meisten fortgeschrittenen strukturellen Charakterisierung durchgeführt. Den Nutzern stehen Räumlichkeiten in den Reinheitsklassen von ISO5 bis ISO7 mit einer Nutzfläche von fast 400 m² zur Verfügung.

Doch Campus Pracze bedeutet nicht nur eine einzigartige Integration der Wirtschaft und Wissenschaft auf dem Stadtplan von Wrocław, sondern auch eine besonders schöne Lage auf dem Gebiet eines Parks und in Gebäuden, in denen die Schönheit der ursprünglichen Architektur aus den Anfängen des zwanzigsten Jahrhunderts erhalten geblieben ist. Es ist vor allem das Forschungszentrum EIT+ in Wrocław, das dieses Projekt durchgeführt und so ein einzigartiges Geschäftsmodell erschaffen hat, das den Grundsätzen der besten Forschungs- und Entwicklungsorganisationen des Typus RTO RTO (Research and Technology Organization) in der Welt entspricht. Derartige Organisationen forschen in Bereichen, die eine unmittelbare Verwendung für die Industrie und für das alltägliche Leben haben. Deshalb vereinigt WCB EIT+ die Eigenschaften eines fortgeschrittenen Technologieparks, eines Institutes für Forschung und Entwicklung und eines thematischen Clusters in sich.

– Parallel zu dem großen Investitionsprozess und dem Aufbau von null an einer Organisation des Typs RTO haben wir zwei große Forschungsprogramme durchgeführt: BIOMED und NANOMAT, die auf innovative Technologien orientiert waren. In Rahmen dieser Forschungsaufgaben ist es uns gelungen, zu zeigen, was für ein großes Innovationspotential im Forschungsmilieu von Wrocław steckt – betont Katarzyna Dorywała, die stellvertretende Vorsitzende des EIT+. – Dank dem großen Engagement von vielen Menschen – über 300 Angestellten unserer Firma und beinahe 1000 Mitarbeitern – hervorragenden Wissenschaftlern, Forschern und Studenten der Hochschulen in Wrocław und der Institute der Polnischen Akademie der Wissenschaften wurden in 59 Forschungsaufgaben zig neue Technologien entwickelt. Fast 50 davon wurden zum Patent angemeldet und 8 wurden patentiert.

– Eine harmonische Fortsetzung der bisherigen Zusammenarbeit mit der akademischen Welt und die Entwicklung von neuen Geschäftsvorhaben, vor allem gemeinsam mit KGHM, mit dem uns gemeinsame Forschungspläne verbinden, sowie mit den führenden Unternehmen Niederschlesiens, d.h. auch mit der Sonderwirtschaftszone Legnica, mit der wir eine neue Art eines Investitionsgebietes für die modernsten Unternehmen erschaffen möchten, ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine gelungene Entwicklung dieses groß angelegten Vorhabens in Pracze Odrzańskie in Wrocław. So Krzysztof Sachs, der stellvertretende Vorsitzende von EIT+, der für die wirtschaftlichen Beziehungen mit den Unternehmen verantwortlich ist,. Wir zählen sehr auf die Zusammenarbeit mit der Agentur für Industrieentwicklung, die das WCB EIT+ als einen seiner Schlüsselpartner für die neue Strategie gewählt hat.

Das Treffen „Campus Pracze für Wirtschaft und Wissenschaft” findet am 14. Oktober dieses Jahres im Sitz des Forschungszentrums EIT+ in Wrocław statt. An diesem Tag werden den Vertretern der Wissenschaft und der Wirtschaft die abgeschlossenen Projekte, Labore, die Infrastruktur, das Fachpersonal und vor allem die Möglichkeiten des Zentrums für den Sektor B+R vorgestellt. Während des Treffens ist ebenfalls geplant, einen Rahmenvertrag über die Zusammenarbeit zwischen der Agentur für Industrieentwicklung S.A. zu unterschreiben, in der die Erbringung von Beratungsdienstleistungen bei der Bewertung von innovativen Projekten für die Agentur durch das Zentrum vorgesehen ist. Das Angebot des Zentrums soll in das Portfolio der Dienstleistungen des Ökosystems der Agentur für Industrieentwicklung aufgenommen werden.

Autor: Agata Kołacz, Opublikowano: 15.10.2015
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